RME ADI-2 Pro

RME ADI-2 Pro

Studioequipment für den Heimanwender? Mit dem neuen ADI-2 Pro stellt RME jedenfalls ein Gerät vor, welches das Potential hat, sowohl Studio- als auch Heimanwender zufrieden zu stellen. Bisher war der Hersteller RME vor allem eine Adresse für professionelle Anwender – mit dem neuen ADI-2 Pro könnte sich der Kundenkreis nun um einige HiFi-Liebhaber erweitern.

Beim Händler Thomann sind rund 1600€ für den Pro fällig. Dafür bringt das Gerät neben diversen Features einen DA- sowie AD-Wandler und gleich zwei Kopfhöreranschlüsse mit. In der schlichten Umverpackung finden sich noch ein Schaltnetzteil, ein Breakout-Kabel für weitere Anschlüsse und ein umfangreiches Handbuch. Audiophilen Schnickschnack, Wurzelholz und Samtstoff als Verpackungsmaterial findet man dank des professionellen Backgrounds des RME nicht vor. Ein doch recht elementares USB-Kabel vermissen wir allerdings im Lieferumfang.

Technik und Anschlussmöglichkeiten
Technisch ist der ADI-2 Pro schon ein kleines Sahnestück. Vollgestopft mit diversen Funktionen und Anschlussmöglichkeiten, ist es wohl fast einfacher aufzuzählen, was das Gerät nicht hat, als andersherum. Neben seiner Aufgabe als DAC und Kopfhörerverstärker in zweifacher Ausführung, beherrscht er ebenso den Weg vom Analogen ins Digitale. Daraus folgt eine Fülle von Anwendungsmöglichkeiten vom Einsatz als All-in-One Kopfhörerverstärker bis hin als Frontend für Messanwendungen.
Das analoge Schaltungsdesign ist vollsymmetrisch aus zwei separaten Ausgangstreibern aufgebaut. Im Balanced Betrieb wird der interne 4-Kanal DAC im Dual-Mono Design genutzt – somit arbeitet dann der komplette Signalpfad vollkommen symmetrisch. Jitter wird mit der hauseigenen Clock-Technologie namens SteadyClock III zu Leibe gerückt. Ein besonderer Leckerbissen ist der integrierte DSP, der auf Wunsch einen parametrischen 5-Band EQ, Bass/Treble Schnelleinstellung, 4-stufigen Crossfeed und eine anpassbare Loudness-Funktion liefert.

Signale nimmt der ADI-2 Pro sowohl analog, als auch digital entgegen. Analoge Signale werden dabei stets ins Digitale überführt, um Gebrauch der digitalen Signalverarbeitung und nicht zuletzt der digitalen Lautstärkeregelung machen zu können. Als Eingänge stehen XLR/TRS-Kombibuchsen, USB 2.0, ein Optischer Eingang (S/PDIF oder ADAT) sowie AES und S/PDIF koaxial per Breakout-Kabel zur Verfügung. Der DA-Wandler arbeitet dabei abhängig vom Eingang mit bis zu 32 Bit / 768 kHz. Auch DSD ist in Wiedergabe und Aufnahme möglich.
Die Ausgabe über die 6,3 mm Klinkenbuchsen erfolgt wahlweise unsymmetrisch oder symmetrisch. Single-ended stehen beide Buchsen für unterschiedliche Kopfhörer zur Verfügung und können unabhängig voneinander geregelt werden. Der Balanced-Betrieb erfordert beide Buchsen für nur einen Kopfhörer, somit ist ein etwas unüblicher Anschluss mit zwei Stereo-Klinken notwendig. Wer also seinen Kopfhörer symmetrisch anschließen möchte, wird in der Regel ein Adapterkabel brauchen. Desweiteren kann das Signal über die an der Rückseite befindlichen XLR-Buchsen abgegriffen werden, was den einfachen Betrieb von Aktivmonitoren ermöglicht. Das Signal entspricht dabei dem des Kopfhörerausgangs 1/2, der Ausgang 3/4 kann davon unabhängig agieren.

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USB Kompatibilität
Die meisten HiFi-Anwender werden das Gerät wohl per USB füttern wollen. Für Windows ist dafür die Installation eines Treibers notwendig, der volle ASIO und WDM Kompatibilität bereitstellt. Macs lassen sich über den nativen Treiber unmittelbar verwenden. Auch die Verbindung zu iOS-Geräten ist über das Camera Connection Kit (CCK) problemlos möglich und wird sogar von RME beworben. Auch wenn Android-Kompatibilität seitens RME nicht ausdrücklich erwähnt wird, ließ sich der DAC in unserem Test unter Android 6.0.1 problemlos verwenden und wurde sogar nativ vom Android-System erkannt – einzig ein USB-OTG Kabel ist dafür nötig. Mit Apps wie USB Audio Player Pro ist auch der Genuss von 32 Bit / 384 kHz im Zusammenspiel mit Android möglich.

Das kleine Handbuch
Dass der ADI-2 Pro durchaus ein paar Funktionen mehr als ein „normaler“ DA-Wandler oder Verstärker hat, zeigt schon die 86 Seiten lange Bedienungsanleitung. Der Schreibstil der Anleitung reicht von technisch-nüchtern bis unterhaltsam – welches Handbuch kann schon ein Kapitel namens „Unendliche Weiten…“ vorweisen?
Selten haben wir ein Gerät erlebt, dessen Handbuch einen so hohen Stellenwert einnimmt. Zwar lässt sich der ADI auch out of the box wunderbar betreiben, ein Blick ins Handbuch kann sich aber absolut lohnen. Denn RME hat seinem neuen Schätzchen so einige Funktionen spendiert, die ohne Blick in das Begleitwerk möglicherweise verborgen blieben. Der Wert einzelner Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten reicht dabei von extrem nützlich bis wofür braucht man das?. Dabei ist es natürlich dem Nutzer überlassen, von welchen Einstellungsmöglichkeiten Gebrauch gemacht werden soll. Wer etwas im Handbuch Blättern möchte, findet hier die PDF-Version: Bedienungsanleitung.pdf

Verarbeitung und Design
Glücklicherweise hat sich RME bei dem ADI-2 Pro für eine vergleichsweise schlichte Designsprache entschieden. Dem Vorgänger ADI-2 ohne Pro sieht man seine Eignung für den harten Studio-Alltag doch sehr an. Für den Pro pflegt man einen minimalistischeren Ansatz, der weniger überladen wirkt. Dennoch ist der unkomplizierte Zugang zur Funktionalität des Gerätes gegeben. Die Verarbeitung zeigt sich äußert solide und massiv. Die diversen Anschlüsse geben sich ebenfalls solide und erwecken das Vertrauen auch nach jahrelanger Strapazierung noch ihren Dienst verrichten zu können. Gleiches gilt für die drei an der Front befindlichen Dreh-/Druckknöpfe, die sich zudem mit angenehmem Widerstand und feiner Rasterung bedienen lassen. Einzig die vier Druckknöpfe links des Displays wirken vergleichsweise klapprig und wollen nicht ganz zur massiven Verarbeitung passen.
Schaltet man den ADI-2 Pro ein, lässt die Beleuchtung des Displays und der Knöpfe den Wandler in einem futuristischen, wenn auch leicht geekigen Look, erstrahlen. Durch die seitlichen Lüftungsschlitze schimmert währenddessen ein rotes Glimmen – ziemlich cool. Das Display des RME bietet vier verschiedene Modi, in denen jeweils unterschiedliche Informationen geboten werden. Unter anderem lässt sich so das Spektrum der Ein- und Ausgänge visualisieren oder der Status dieser überwachen. Fühlt man sich durch das Gezappel der Anzeigen gestört, bietet der sogenannte Dark Volume Modus eine dunkle und aufgeräumte Anzeige der gewählten Lautstärken. Ganz ausschalten lassen Display oder Beleuchtung leider nicht.

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Bedienung
Dreh- und Angelpunkt des ADI sind die drei Dreh-/Druckknöpfe. Der Größere regelt dabei selbstverständlich die Lautstärke. Per Druck lässt sich zwischen der Lautstärke für den Ausgang 1/2 oder 3/4 wechseln. Wahlweise lassen sich auch beide Ausgänge simultan anpassen; so lassen sich auch unterschiedliche Pegel mit einem Dreh um den jeweils gleichen Betrag verändern. Genial ist das für den simultanen Betrieb oder das Vergleichen verschiedener Kopfhörer – einmal eingestellt spielen beide Hörer immer im gleichen Lautstärkeverhältnis. Die Lautstärke wird dabei stets digital geregelt, was perfekte Kanalgleichheit im ganzen Regelbereich gewährleistet. Langsames Drehen passt die Lautstärke über den gesamten Bereich in 0,5 dB Schritten an, erhöhte Drehgeschwindigkeiten bewirken größere Sprünge. Die Lautstärke lässt sich dadurch schnell und dennoch sehr präzise einstellen. Ist die Funktion Auto Ref Level aktiviert, passt sich zudem der Gain automatisch an, sodass sich die Lautstärke über den gesamten Regelbereich nahtlos und ohne Benutzereingriff einstellen lässt. RME ist hier eine geniale Lautstärkeregelung gelungen, die jede analoge Lösung mit ihrer Kanalgleichheit, Schnelligkeit und Präzision in den Schatten stellt.
Die beiden kleineren Encoder links des Displays dienen zur Einstellung und Navigation. Per Druck lässt sich durch die Displaymodi navigieren. Per Drehung und Druck lässt sich durch die einzelnen Menüs navigieren, die über die vier Druckknöpfe links des Displays erreicht werden können. Mit etwas Übung gelingt die Navigation flüssig. Einmal entdeckt lassen sich die entsprechenden Einstellungen schnell tätigen und wiederfinden; EQ-Setups zu programmieren erfordert allerdings etwas Geduld. Natürlich hätte man einige Funktionen auch direkt zugänglich machen können, was im Gegenzug zusätzliche Bedienelemente erfordert hätte. RME hat sich jedoch entschieden hier einen sinnvollen Kompromiss zwischen Design und Funktionalität zu beschreiten.

DSP
Eines der Merkmale, das den ADI-2 Pro von anderen Wandlern unterscheidetet, ist sicherlich die umfangreiche DSP-Implementierung. Der digitale Signalprozessor stellt auf Wunsch einen voll konfigurierbaren parametrischen 5-Band Equalizer, Schnelleinstellung von Bass und Treble, 4-stufig einstellbaren Crossfeed und eine anpassbare Loudness-Funktion zur Verfügung. Die DSP-Funktionalität lässt sich unabhängig des Einganges nutzten, dank der internen Wandlung analoger Eingangssignale ist auch hier die Benutzung des DSP möglich.
Das gilt natürlich auch für den Equalizer. Jedes der 5 EQ-Bänder lässt sich in Gain, Frequenz und Güte (Q-Faktor) konfigurieren. Die mittleren Bänder 2, 3 und 4 arbeiten dabei ausschließlich als Glockenfilter, während sich die beiden äußeren Bänder 1 und 5 zusätzlich als Shelving- oder Hoch-/Tiefpassfilter verwenden lassen. Damit steht eine Vielzahl möglicher Konfigurationen zur Verfügung, die in der Erstellung allerdings einiges an Arbeit erfordern. Eine willkommene Erleichterung ist da die grafische Visualisierung in Echtzeit anhand eines Frequenzgang-Diagramms, das durch die Einfärbung der einzelnen Bänder besonders anschaulich gelungen ist. Einmal erstellt, lässt sich das Setup als eines von 20 verschiedenen auf dem internen Speicher ablegen und entsprechend benennen.

RME ADI-2 Pro

Zur schnellen Anpassung von Hoch- und Tiefton, bietet der ADI-2 Pro eine weitere Funktionalität. Über das Menü lassen sich Anpassungen für die beiden Enden des menschlichen Hörspektrums vornehmen. Zur Verfügung stehen dafür jeweils die Einstellung des Gain, der Grenzfrequenz und des jeweiligen Gütefaktors. Die beiden Shelving-Filter arbeiten dabei zwischen wahlweise -6 und +6 dB. Für den Bass lässt sich eine Grenzfrequenz zwischen 20 und 150 Hz wählen, während sich der Hochton oberhalb von 3 bis 10 kHz verändern lässt. Praktischerweise kann auf die Einstellung des Gain auch außerhalb des Menüs über die beiden Encoder rechts des Displays zugegriffen werden. Eine Drehung des oberen Dreh-/Druckgebers wirkt sich dabei unmittelbar auf den Tiefton aus, während der untere den Hochton verändert – andersherum wäre die Belegung der Encoder allerdings logischer gewesen. RME hat die Belegung aber nicht zufällig andersherum gewählt: Die Einstellung für den Bass sollte durch die Positionierung weiter oben schneller erreichbar sein.
Für den Genuss älterer Jazz-Aufnahmen hält der ADI einen digitalen Crossfeed bereit. Bekanntlich klingen Aufnahmen mit starker Stereo-Trennung über Lautsprecher deutlich besser, als über Kopfhörer. Das liegt daran, dass im Fall der Lautsprecher auch das rechte Ohr ein Teil des Signals des linken Lautsprechers – und andersherum – hört. Der ADI sorgt auf Wunsch für eine ähnliche Übersprechung der Kanäle und rückt so Sänger und Instrumente mittiger ein. Dabei setzt RME auf eine digitale Implementierung des binauralen Bauer Crossfeed. Je nach Aufnahme und Geschmack lässt sich die Stärke des Effekts in vier Stufen anpassen. Der Effekt wirkt in den meisten Fällen sehr authentisch und kann das Musikhören über Kopfhörer ungemein bereichern; manch eine Aufnahme wird durch aktivierten Crossfeed überhaut erst genießbar. Definitiv ein Feature, das wir nicht mehr missen wollen!
Ebenfalls ausgesprochen gut gelungen ist die Implementierung der Loudness-Funktion. Sinn der Funktion ist den gleichen Höreindruck bei unterschiedlichen Lautstärken zu vermitteln. Konkret heißt das, dass bei leiseren Pegeln Bass und Hochton angehoben werden müssen, um noch den gleichen Eindruck zu erreichen. Pauschale Werte dafür lassen sich allerdings nur schwer ermitteln, so gibt einem der ADI-2 Pro die Möglichkeit die Funktion nach den eigenen Anforderungen zu konfigurieren. Eingestellt werden Bass- und Treblegain von 1 bis 10 dB sowie der niedrigste Pegel, bei dem der Effekt voll wirksam ist. Ein Beispiel: Der niedrigste Pegel, den man mit seinem Paar Kopfhörer einstellen würde liegt bei – 50 dB; diesen wählt man entsprechend als niedrigsten Pegel. Dazu wählt man Bass- und Hochton-Anhebung nach dem eigenen Geschmack. Dreht man nun die Lautstärke auf, wird der Loudness-Effekt reduziert, bis er 20 dB oberhalb des niedrigsten Referenzpegels, also bei – 30 dB in diesem Fall, unwirksam wird. Reduziert man die Lautstärke ausgehen von – 30 dB, dann bleibt der Höreindruck trotz des niedrigeren Pegels erhalten – zumindest, wenn einem die Einstellung des Effektes gelungen ist. Gute Ergebnisse erfordern etwas Probieren, das Endresultat kann absolut überzeugen.

RME ADI-2 Pro

Klang
Getreu seiner Herkunft aus dem Studio gibt sich der ADI-2 Pro klanglich vollkommen transparent. Klangverbiegungen führt nur der DSP auf ausdrücklichen Wunsch aus. Störendes Rauschen, Kanalungleichheit oder hörbare Verzerrungen? Das kennt der Pro nicht. Selbst mit empfindlichen Inears ist kaum Rauschen wahrzunehmen; prominente Ausnahme: Der Campfire Audio Andromeda. In leisen Passagen fördert der giftgrüne Inear das Rauschen des ADI zutage. Grund dafür ist der irrwitzig hohe Wirkungsgrad des Campfire Audio von rund 135 dB SPL/V, der üblicherweise den Rauschteppich jedes Quellgeräts hörbar macht, so auch beim ADI. Hier ist der ADI-2 also durchaus in guter Gesellschaft und rauscht zudem leiser als die meisten anderen Geräte. Die kleinste am RME einstellbare Lautstärke beginnt, je nach Inear oder Kopfhörer, im nicht-hörbaren Bereich. Für hungrige Bügelkopfhörer stellt der Verstärker wiederum mehr als ausreichende Reserven zur Verfügung – Trommelfell oder Kopfhörer geben da sicherlich früher auf. Die maximale Spannung des RME haben wir dabei im unsymmetrischen Betrieb mit starken 12,3 VRMS gemessen. Die Ausgangsimpedanz des ADI-2 Pro haben wir mit rund 0,17 Ohm messen können – ein vorbildlich niedriger Wert, der ungewollten klanglichen Beeinflussungen vorbeugt. Die Hörtests verliefen also so unauffällig, wie man sich nur vorstellen kann. Egal mit welchen Kopfhörern man den Verstärker quält hört man nichts anderes als die unverfärbte Musik.
Für weniger puristische Hörsessions hält der ADI natürlich seine DSP-Funktionen bereit. Feingeister können sich zudem an den unterschiedlichen DAC-Filtern von SD Sharp bis NOS austoben. Diese bewirken eine Veränderung der Impulsantwort und der Hochtonwiedergabe.

Messungen
Da der ADI-2 Pro neben dem Weg vom Digitalen ins Analoge auch den umkehrten Weg beherrscht, darf er sich in diesem Test direkt selbst messen. Unser E-MU 0404 Interface, das wir normalerweise als Messgerät einsetzen, stellt der RME mit seiner A/D-Performance dabei problemlos in den Schatten. Also misst der ADI einen seiner beiden gleichwertigen Kopfhörerausgänge über seinen analogen XLR-Eingang bei 44,1 kHz mit 24 Bit. Gewählt wurde ein Pegel von 0 dBu, was der Einstellung von -7 dB bei Lo-Power entspricht. Mit höheren Pegeln lassen sich auch problemlos noch schönere Werte erreichen, um die Vergleichbarkeit zu anderen Geräten zu gewährleisten, muss sich der ADI aber ebenfalls bei 0 dBu beweisen. Dabei liefert er sowohl ohne Last als auch an 30 Ohm absolute Traumwerte.

Test RME ADI-2 Pro – 0dBu NL RME ADI-2 Pro – 0dBu 30Ohm
Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB: +0.02, -0.05 +0.02, -0.05
Noise level, dB (A): -112.7 -112.8
Dynamic range, dB (A): 112.6 112.6
THD, %: 0.0002 0.0002
IMD + Noise, %: 0.0007 0.0007
Stereo crosstalk, dB: -113.3 -112.7

Frequency response
RMAA RME ADI-2 Pro - Frequency Response

Noise level
RMAA RME ADI-2 Pro - Noise

Dynamic range
RMAA RME ADI-2 Pro - Dynamic Range

THD + Noise (at -3 dB FS)
RMAA RME ADI-2 Pro - THD

Intermodulation distortion
RMAA RME ADI-2 Pro - IMD

Stereo crosstalk
RMAA RME ADI-2 Pro - Crosstalk
RightMark Audio Analyzer 6.0

Fazit
Der ADI-2 Pro bietet enorm viele Funktionen, Features sowie diverse Ein- und Ausgänge. Wohl kaum ein Gerät ist so flexibel einsetzbar wie die kompakte Desktop-Lösung von RME. Durch seine dezente Designsprache ist der Pro auch für den heimischen Musikgenuss attraktiv, ohne dabei auf seine Studio-Tugenden verzichten zu müssen. Dank seines Displays lassen sich eine Vielzahl von Funktionen über nur wenige Bedienelemente steuern. Die Bedienung gelingt zwar nicht intuitiv, ist jedoch nach kurzer Eingewöhnungsphase logisch und geht leicht von der Hand. Die Einarbeitung lohnt sich – denn der ADI-2 Pro stellt einen Funktionsumfang bereit, der den eigenen Musikgenuss komplett verändern kann. Angefangen mit verschiedenen DAC-Filtern lässt sich der Klang bis hin zum umfangreichen DSP-Eingriff anpassen. In unserem Test konnten uns insbesondere der Crossfeed und die intelligente Loudness-Implementierung überzeugen.
Auch ohne DSP machen die beiden mächtigen Kopfhörerausgänge eine super Figur. Die Lautstärke wird digital in 0,5 dB Schritten über gesamten Bereich geregelt und ist angenehm präzise und schnell einstellbar. Empfindliche Inears treibt der ADI ebenso locker an, wie wirkungsgradschwache Bügelkopfhörer. Dabei klingt er vollkommen transparent und frei von Rauschen oder Verzerrungen. Untermauert wird das von seinen enorm guten Messwerten, die zu allem Überfluss auch noch mit dem eigenen analogen Eingang gemessen werden können.
Natürlich hat so ein Gerät seinen Preis. Somit eignet sich der ADI-2 Pro insbesondere für wahre Kopfhörer-Enthusiasten. Vor allem Derjenige, der mehr als nur einen Kopfhörer sein Eigen nennt, wird an dem RME seine wahre Freude haben. Denn der Kopfhörerausgang handelt tatsächlich jeden Kopfhörer mit Bravour und ist zudem noch in zweifacher Ausführung vorhanden. Einen empfindlichen Inear-Monitor parallel zum großen Planar zu betreiben wird mit dem ADI-2 Pro zur Realität.

Niklas

Über

Teilzeit Fotograf, teilzeit Autor und vollzeit Audiophil – als Mitgründer von Headflux dreht sich immer alles um das Thema HiFi. Schreibt Niklas gerade mal keinen Artikel, dann macht er wahrscheinlich Fotos des neusten Audio-Gears.

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