RME ADI-2 Pro

RME ADI-2 Pro

Studioequipment für den Heimanwender? Mit dem neuen ADI-2 Pro stellt RME jedenfalls ein Gerät vor, welches das Potential hat, sowohl Studio- als auch Heimanwender zufrieden zu stellen. Bisher war der Hersteller RME vor allem eine Adresse für professionelle Anwender – mit dem neuen ADI-2 Pro könnte sich der Kundenkreis nun um einige HiFi-Liebhaber erweitern.

Beim Händler Thomann sind rund 1600€ für den Pro fällig. Dafür bringt das Gerät neben diversen Features einen DA- sowie AD-Wandler und gleich zwei Kopfhöreranschlüsse mit. In der schlichten Umverpackung finden sich noch ein Schaltnetzteil, ein Breakout-Kabel für weitere Anschlüsse und ein umfangreiches Handbuch. Audiophilen Schnickschnack, Wurzelholz und Samtstoff als Verpackungsmaterial findet man dank des professionellen Backgrounds des RME nicht vor. Ein doch recht elementares USB-Kabel vermissen wir allerdings im Lieferumfang.

Technik und Anschlussmöglichkeiten
Technisch ist der ADI-2 Pro schon ein kleines Sahnestück. Vollgestopft mit diversen Funktionen und Anschlussmöglichkeiten, ist es wohl fast einfacher aufzuzählen, was das Gerät nicht hat, als andersherum. Neben seiner Aufgabe als DAC und Kopfhörerverstärker in zweifacher Ausführung, beherrscht er ebenso den Weg vom Analogen ins Digitale. Daraus folgt eine Fülle von Anwendungsmöglichkeiten vom Einsatz als All-in-One Kopfhörerverstärker bis hin als Frontend für Messanwendungen.
Das analoge Schaltungsdesign ist vollsymmetrisch aus zwei separaten Ausgangstreibern aufgebaut. Im Balanced Betrieb wird der interne 4-Kanal DAC im Dual-Mono Design genutzt – somit arbeitet dann der komplette Signalpfad vollkommen symmetrisch. Jitter wird mit der hauseigenen Clock-Technologie namens SteadyClock III zu Leibe gerückt. Ein besonderer Leckerbissen ist der integrierte DSP, der auf Wunsch einen parametrischen 5-Band EQ, Bass/Treble Schnelleinstellung, 4-stufigen Crossfeed und eine anpassbare Loudness-Funktion liefert.

Signale nimmt der ADI-2 Pro sowohl analog, als auch digital entgegen. Analoge Signale werden dabei stets ins Digitale überführt, um Gebrauch der digitalen Signalverarbeitung und nicht zuletzt der digitalen Lautstärkeregelung machen zu können. Als Eingänge stehen XLR/TRS-Kombibuchsen, USB 2.0, ein Optischer Eingang (S/PDIF oder ADAT) sowie AES und S/PDIF koaxial per Breakout-Kabel zur Verfügung. Der DA-Wandler arbeitet dabei abhängig vom Eingang mit bis zu 32 Bit / 768 kHz. Auch DSD ist in Wiedergabe und Aufnahme möglich.
Die Ausgabe über die 6,3 mm Klinkenbuchsen erfolgt wahlweise unsymmetrisch oder symmetrisch. Single-ended stehen beide Buchsen für unterschiedliche Kopfhörer zur Verfügung und können unabhängig voneinander geregelt werden. Der Balanced-Betrieb erfordert beide Buchsen für nur einen Kopfhörer, somit ist ein etwas unüblicher Anschluss mit zwei Stereo-Klinken notwendig. Wer also seinen Kopfhörer symmetrisch anschließen möchte, wird in der Regel ein Adapterkabel brauchen. Desweiteren kann das Signal über die an der Rückseite befindlichen XLR-Buchsen abgegriffen werden, was den einfachen Betrieb von Aktivmonitoren ermöglicht. Das Signal entspricht dabei dem des Kopfhörerausgangs 1/2, der Ausgang 3/4 kann davon unabhängig agieren.

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USB Kompatibilität
Die meisten HiFi-Anwender werden das Gerät wohl per USB füttern wollen. Für Windows ist dafür die Installation eines Treibers notwendig, der volle ASIO und WDM Kompatibilität bereitstellt. Macs lassen sich über den nativen Treiber unmittelbar verwenden. Auch die Verbindung zu iOS-Geräten ist über das Camera Connection Kit (CCK) problemlos möglich und wird sogar von RME beworben. Auch wenn Android-Kompatibilität seitens RME nicht ausdrücklich erwähnt wird, ließ sich der DAC in unserem Test unter Android 6.0.1 problemlos verwenden und wurde sogar nativ vom Android-System erkannt – einzig ein USB-OTG Kabel ist dafür nötig. Mit Apps wie USB Audio Player Pro ist auch der Genuss von 32 Bit / 384 kHz im Zusammenspiel mit Android möglich.

Das kleine Handbuch
Dass der ADI-2 Pro durchaus ein paar Funktionen mehr als ein „normaler“ DA-Wandler oder Verstärker hat, zeigt schon die 86 Seiten lange Bedienungsanleitung. Der Schreibstil der Anleitung reicht von technisch-nüchtern bis unterhaltsam – welches Handbuch kann schon ein Kapitel namens „Unendliche Weiten…“ vorweisen?
Selten haben wir ein Gerät erlebt, dessen Handbuch einen so hohen Stellenwert einnimmt. Zwar lässt sich der ADI auch out of the box wunderbar betreiben, ein Blick ins Handbuch kann sich aber absolut lohnen. Denn RME hat seinem neuen Schätzchen so einige Funktionen spendiert, die ohne Blick in das Begleitwerk möglicherweise verborgen blieben. Der Wert einzelner Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten reicht dabei von extrem nützlich bis wofür braucht man das?. Dabei ist es natürlich dem Nutzer überlassen, von welchen Einstellungsmöglichkeiten Gebrauch gemacht werden soll. Wer etwas im Handbuch Blättern möchte, findet hier die PDF-Version: Bedienungsanleitung.pdf

Verarbeitung und Design
Glücklicherweise hat sich RME bei dem ADI-2 Pro für eine vergleichsweise schlichte Designsprache entschieden. Dem Vorgänger ADI-2 ohne Pro sieht man seine Eignung für den harten Studio-Alltag doch sehr an. Für den Pro pflegt man einen minimalistischeren Ansatz, der weniger überladen wirkt. Dennoch ist der unkomplizierte Zugang zur Funktionalität des Gerätes gegeben. Die Verarbeitung zeigt sich äußert solide und massiv. Die diversen Anschlüsse geben sich ebenfalls solide und erwecken das Vertrauen auch nach jahrelanger Strapazierung noch ihren Dienst verrichten zu können. Gleiches gilt für die drei an der Front befindlichen Dreh-/Druckknöpfe, die sich zudem mit angenehmem Widerstand und feiner Rasterung bedienen lassen. Einzig die vier Druckknöpfe links des Displays wirken vergleichsweise klapprig und wollen nicht ganz zur massiven Verarbeitung passen.
Schaltet man den ADI-2 Pro ein, lässt die Beleuchtung des Displays und der Knöpfe den Wandler in einem futuristischen, wenn auch leicht geekigen Look, erstrahlen. Durch die seitlichen Lüftungsschlitze schimmert währenddessen ein rotes Glimmen – ziemlich cool. Das Display des RME bietet vier verschiedene Modi, in denen jeweils unterschiedliche Informationen geboten werden. Unter anderem lässt sich so das Spektrum der Ein- und Ausgänge visualisieren oder der Status dieser überwachen. Fühlt man sich durch das Gezappel der Anzeigen gestört, bietet der sogenannte Dark Volume Modus eine dunkle und aufgeräumte Anzeige der gewählten Lautstärken. Ganz ausschalten lassen Display oder Beleuchtung leider nicht.

RME ADI-2 Pro

Bedienung
Dreh- und Angelpunkt des ADI sind die drei Dreh-/Druckknöpfe. Der Größere regelt dabei selbstverständlich die Lautstärke. Per Druck lässt sich zwischen der Lautstärke für den Ausgang 1/2 oder 3/4 wechseln. Wahlweise lassen sich auch beide Ausgänge simultan anpassen; so lassen sich auch unterschiedliche Pegel mit einem Dreh um den jeweils gleichen Betrag verändern. Genial ist das für den simultanen Betrieb oder das Vergleichen verschiedener Kopfhörer – einmal eingestellt spielen beide Hörer immer im gleichen Lautstärkeverhältnis. Die Lautstärke wird dabei stets digital geregelt, was perfekte Kanalgleichheit im ganzen Regelbereich gewährleistet. Langsames Drehen passt die Lautstärke über den gesamten Bereich in 0,5 dB Schritten an, erhöhte Drehgeschwindigkeiten bewirken größere Sprünge. Die Lautstärke lässt sich dadurch schnell und dennoch sehr präzise einstellen. Ist die Funktion Auto Ref Level aktiviert, passt sich zudem der Gain automatisch an, sodass sich die Lautstärke über den gesamten Regelbereich nahtlos und ohne Benutzereingriff einstellen lässt. RME ist hier eine geniale Lautstärkeregelung gelungen, die jede analoge Lösung mit ihrer Kanalgleichheit, Schnelligkeit und Präzision in den Schatten stellt.
Die beiden kleineren Encoder links des Displays dienen zur Einstellung und Navigation. Per Druck lässt sich durch die Displaymodi navigieren. Per Drehung und Druck lässt sich durch die einzelnen Menüs navigieren, die über die vier Druckknöpfe links des Displays erreicht werden können. Mit etwas Übung gelingt die Navigation flüssig. Einmal entdeckt lassen sich die entsprechenden Einstellungen schnell tätigen und wiederfinden; EQ-Setups zu programmieren erfordert allerdings etwas Geduld. Natürlich hätte man einige Funktionen auch direkt zugänglich machen können, was im Gegenzug zusätzliche Bedienelemente erfordert hätte. RME hat sich jedoch entschieden hier einen sinnvollen Kompromiss zwischen Design und Funktionalität zu beschreiten.

DSP
Eines der Merkmale, das den ADI-2 Pro von anderen Wandlern unterscheidetet, ist sicherlich die umfangreiche DSP-Implementierung. Der digitale Signalprozessor stellt auf Wunsch einen voll konfigurierbaren parametrischen 5-Band Equalizer, Schnelleinstellung von Bass und Treble, 4-stufig einstellbaren Crossfeed und eine anpassbare Loudness-Funktion zur Verfügung. Die DSP-Funktionalität lässt sich unabhängig des Einganges nutzten, dank der internen Wandlung analoger Eingangssignale ist auch hier die Benutzung des DSP möglich.
Das gilt natürlich auch für den Equalizer. Jedes der 5 EQ-Bänder lässt sich in Gain, Frequenz und Güte (Q-Faktor) konfigurieren. Die mittleren Bänder 2, 3 und 4 arbeiten dabei ausschließlich als Glockenfilter, während sich die beiden äußeren Bänder 1 und 5 zusätzlich als Shelving- oder Hoch-/Tiefpassfilter verwenden lassen. Damit steht eine Vielzahl möglicher Konfigurationen zur Verfügung, die in der Erstellung allerdings einiges an Arbeit erfordern. Eine willkommene Erleichterung ist da die grafische Visualisierung in Echtzeit anhand eines Frequenzgang-Diagramms, das durch die Einfärbung der einzelnen Bänder besonders anschaulich gelungen ist. Einmal erstellt, lässt sich das Setup als eines von 20 verschiedenen auf dem internen Speicher ablegen und entsprechend benennen.

RME ADI-2 Pro

Zur schnellen Anpassung von Hoch- und Tiefton, bietet der ADI-2 Pro eine weitere Funktionalität. Über das Menü lassen sich Anpassungen für die beiden Enden des menschlichen Hörspektrums vornehmen. Zur Verfügung stehen dafür jeweils die Einstellung des Gain, der Grenzfrequenz und des jeweiligen Gütefaktors. Die beiden Shelving-Filter arbeiten dabei zwischen wahlweise -6 und +6 dB. Für den Bass lässt sich eine Grenzfrequenz zwischen 20 und 150 Hz wählen, während sich der Hochton oberhalb von 3 bis 10 kHz verändern lässt. Praktischerweise kann auf die Einstellung des Gain auch außerhalb des Menüs über die beiden Encoder rechts des Displays zugegriffen werden. Eine Drehung des oberen Dreh-/Druckgebers wirkt sich dabei unmittelbar auf den Tiefton aus, während der untere den Hochton verändert – andersherum wäre die Belegung der Encoder allerdings logischer gewesen. RME hat die Belegung aber nicht zufällig andersherum gewählt: Die Einstellung für den Bass sollte durch die Positionierung weiter oben schneller erreichbar sein.
Für den Genuss älterer Jazz-Aufnahmen hält der ADI einen digitalen Crossfeed bereit. Bekanntlich klingen Aufnahmen mit starker Stereo-Trennung über Lautsprecher deutlich besser, als über Kopfhörer. Das liegt daran, dass im Fall der Lautsprecher auch das rechte Ohr ein Teil des Signals des linken Lautsprechers – und andersherum – hört. Der ADI sorgt auf Wunsch für eine ähnliche Übersprechung der Kanäle und rückt so Sänger und Instrumente mittiger ein. Dabei setzt RME auf eine digitale Implementierung des binauralen Bauer Crossfeed. Je nach Aufnahme und Geschmack lässt sich die Stärke des Effekts in vier Stufen anpassen. Der Effekt wirkt in den meisten Fällen sehr authentisch und kann das Musikhören über Kopfhörer ungemein bereichern; manch eine Aufnahme wird durch aktivierten Crossfeed überhaut erst genießbar. Definitiv ein Feature, das wir nicht mehr missen wollen!
Ebenfalls ausgesprochen gut gelungen ist die Implementierung der Loudness-Funktion. Sinn der Funktion ist den gleichen Höreindruck bei unterschiedlichen Lautstärken zu vermitteln. Konkret heißt das, dass bei leiseren Pegeln Bass und Hochton angehoben werden müssen, um noch den gleichen Eindruck zu erreichen. Pauschale Werte dafür lassen sich allerdings nur schwer ermitteln, so gibt einem der ADI-2 Pro die Möglichkeit die Funktion nach den eigenen Anforderungen zu konfigurieren. Eingestellt werden Bass- und Treblegain von 1 bis 10 dB sowie der niedrigste Pegel, bei dem der Effekt voll wirksam ist. Ein Beispiel: Der niedrigste Pegel, den man mit seinem Paar Kopfhörer einstellen würde liegt bei – 50 dB; diesen wählt man entsprechend als niedrigsten Pegel. Dazu wählt man Bass- und Hochton-Anhebung nach dem eigenen Geschmack. Dreht man nun die Lautstärke auf, wird der Loudness-Effekt reduziert, bis er 20 dB oberhalb des niedrigsten Referenzpegels, also bei – 30 dB in diesem Fall, unwirksam wird. Reduziert man die Lautstärke ausgehen von – 30 dB, dann bleibt der Höreindruck trotz des niedrigeren Pegels erhalten – zumindest, wenn einem die Einstellung des Effektes gelungen ist. Gute Ergebnisse erfordern etwas Probieren, das Endresultat kann absolut überzeugen.

RME ADI-2 Pro

Klang
Getreu seiner Herkunft aus dem Studio gibt sich der ADI-2 Pro klanglich vollkommen transparent. Klangverbiegungen führt nur der DSP auf ausdrücklichen Wunsch aus. Hörbares Rauschen, Kanalungleichheit oder Verzerrungen? Das kennt der Pro nicht. Selbst mit empfindlichen Inears ist kein Rauschen wahrzunehmen. Die kleinste einstellbare Lautstärke beginnt dabei, je nach Inear oder Kopfhörer, im nicht-hörbaren Bereich. Für hungrige Bügelkopfhörer stellt der Verstärker wiederum mehr als ausreichende Reserven zur Verfügung – Trommelfell oder Kopfhörer geben da sicherlich früher auf. Die maximale Spannung des RME haben wir dabei im unsymmetrischen Betrieb mit starken 12,3 VRMS gemessen. Die Ausgangsimpedanz des ADI-2 Pro haben wir mit rund 0,17 Ohm messen können – ein vorbildlich niedriger Wert, der ungewollten klanglichen Beeinflussungen vorbeugt. Die Hörtests verliefen also so unauffällig, wie man sich nur vorstellen kann. Egal mit welchen Kopfhörern man den Verstärker quält hört man nichts anderes als die unverfärbte Musik.
Für weniger puristische Hörsessions hält der ADI natürlich seine DSP-Funktionen bereit. Feingeister können sich zudem an den unterschiedlichen DAC-Filtern von SD Sharp bis NOS austoben. Diese bewirken eine Veränderung der Impulsantwort und der Hochtonwiedergabe.

Messungen
Da der ADI-2 Pro neben dem Weg vom Digitalen ins Analoge auch den umkehrten Weg beherrscht, darf er sich in diesem Test direkt selbst messen. Unser E-MU 0404 Interface, das wir normalerweise als Messgerät einsetzen, stellt der RME mit seiner A/D-Performance dabei problemlos in den Schatten. Also misst der ADI einen seiner beiden gleichwertigen Kopfhörerausgänge über seinen analogen XLR-Eingang bei 44,1 kHz mit 24 Bit. Gewählt wurde ein Pegel von 0 dBu, was der Einstellung von -7 dB bei Lo-Power entspricht. Mit höheren Pegeln lassen sich auch problemlos noch schönere Werte erreichen, um die Vergleichbarkeit zu anderen Geräten zu gewährleisten, muss sich der ADI aber ebenfalls bei 0 dBu beweisen. Dabei liefert er sowohl ohne Last als auch an 30 Ohm absolute Traumwerte.

Test RME ADI-2 Pro – 0dBu NL RME ADI-2 Pro – 0dBu 30Ohm
Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB: +0.02, -0.05 +0.02, -0.05
Noise level, dB (A): -112.7 -112.8
Dynamic range, dB (A): 112.6 112.6
THD, %: 0.0002 0.0002
IMD + Noise, %: 0.0007 0.0007
Stereo crosstalk, dB: -113.3 -112.7

Frequency response
RMAA RME ADI-2 Pro - Frequency Response

Noise level
RMAA RME ADI-2 Pro - Noise

Dynamic range
RMAA RME ADI-2 Pro - Dynamic Range

THD + Noise (at -3 dB FS)
RMAA RME ADI-2 Pro - THD

Intermodulation distortion
RMAA RME ADI-2 Pro - IMD

Stereo crosstalk
RMAA RME ADI-2 Pro - Crosstalk
RightMark Audio Analyzer 6.0

Fazit
Der ADI-2 Pro bietet enorm viele Funktionen, Features sowie diverse Ein- und Ausgänge. Wohl kaum ein Gerät ist so flexibel einsetzbar wie die kompakte Desktop-Lösung von RME. Durch seine dezente Designsprache ist der Pro auch für den heimischen Musikgenuss attraktiv, ohne dabei auf seine Studio-Tugenden verzichten zu müssen. Dank seines Displays lassen sich eine Vielzahl von Funktionen über nur wenige Bedienelemente steuern. Die Bedienung gelingt zwar nicht intuitiv, ist jedoch nach kurzer Eingewöhnungsphase logisch und geht leicht von der Hand. Die Einarbeitung lohnt sich – denn der ADI-2 Pro stellt einen Funktionsumfang bereit, der den eigenen Musikgenuss komplett verändern kann. Angefangen mit verschiedenen DAC-Filtern lässt sich der Klang bis hin zum umfangreichen DSP-Eingriff anpassen. In unserem Test konnten uns insbesondere der Crossfeed und die intelligente Loudness-Implementierung überzeugen.
Auch ohne DSP machen die beiden mächtigen Kopfhörerausgänge eine super Figur. Die Lautstärke wird digital in 0,5 dB Schritten über gesamten Bereich geregelt und ist angenehm präzise und schnell einstellbar. Empfindliche Inears treibt der ADI ebenso locker an, wie wirkungsgradschwache Bügelkopfhörer. Dabei klingt er vollkommen transparent und frei von Rauschen oder Verzerrungen. Untermauert wird das von seinen enorm guten Messwerten, die zu allem Überfluss auch noch mit dem eigenen analogen Eingang gemessen werden können.
Natürlich hat so ein Gerät seinen Preis. Somit eignet sich der ADI-2 Pro insbesondere für wahre Kopfhörer-Enthusiasten. Vor allem Derjenige, der mehr als nur einen Kopfhörer sein Eigen nennt, wird an dem RME seine wahre Freude haben. Denn der Kopfhörerausgang handelt tatsächlich jeden Kopfhörer mit Bravour und ist zudem noch in zweifacher Ausführung vorhanden. Einen empfindlichen Inear-Monitor parallel zum großen Planar zu betreiben wird mit dem ADI-2 Pro zur Realität.

Niklas

Über

Teilzeit Fotograf, teilzeit Autor und vollzeit Audiophil - als Mitgründer von Headflux dreht sich immer alles um das Thema HiFi. Schreibt Niklas gerade mal keinen Artikel, dann macht er wahrscheinlich Fotos des neusten Audio-Gears.

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2 Kommentare zum Beitrag “RME ADI-2 Pro

  1. Topic: ADI-2 Pro Major Firmware Update 141 DSP 76
    RME is proud to release a major firmware update for the ADI-2 Pro and AE (Anniversary Edition), which extends its functionality, usability and operation beyond expectation. So far the ADI-2 Pro has been a major blast in countless rave reviews, culminating in the statement ‚all it lacks is competition‘. With this firmware release the RME team adds even more exciting and unique features that turn the ADI-2 Pro into a reference of its own.
    The list of new features, changes, and extensions is long. Updated manuals German/English are already available from RME’s website, and the firmware includes a (shortened) readme text with all changes. Here is the place to explain the news in more detail. Let’s start with the
    Fixes:
    – Fixed least significant bit error in the input channel 2 (analog right) that caused problems with DSD recording on Mac OS X (maybe also on Linux). We would like to thank our japanese distributor Synthax Japan, Mr. Noboru Murakami (author of Sound It), Mr. Kiyoshi Ishii from Korg Japan, and Paul Sanders (author of VinylStudio) for their help in identifying the problems. On a side note: the updated Windows driver 0.9610 fixes DSD recording via DoP and ASIO native with the Windows program VinylStudio.
    – The Class Compliant hardware issued a mixer parameter (volume) that was invalid (this error did not cause any issues. Removed in version 132).
    – Added buffer size check and correction to make Class Compliant mode immune against such errors.

    DSP stuff:
    – DSP code optimization: rewriting and restructuring parts of the DSP code lowered resource usage. That allowed us to activate the full frequency range for the third EQ band, which can now operate down to 20 Hz (before 150 Hz. Requested from several users to be able to use 3 bands in bass room correction). Additionally the freed resources allowed for several new functions, all described below, which are controlled and steered by the DSP.

    Major overhaul of channel 1/2 handling:
    – Separated settings memories for Main Output 1/2 and Phones Output 1/2. The internal structure has been completely reworked to provide individual settings for both outputs. Although front and rear output use the same DAC with the same audio signal, they can now have totally different settings, like EQ, Crossfeed, volume etc. – when used alternately. Note that different settings are not possible if both front and rear outputs 1/2 are used at the same time – for such a scenario Phones Out 3/4 exists.
    When using front and rear independently/separately this scheme offers individual settings for front and rear outs 1/2. Activation takes place automatically when Mute v. TRS 1/2 is set to ON (SETUP / Options / Device Mode). As an example, this is very useful when one is forced to use PH 1/2 as phones output, because PH 3/4 is used as Line out for an effects loop with the analog inputs.
    Don’t be afraid – this is not complicated. Using the ADI-2 Pro it will be fully intuitive and logical to have EQs, Bass/Treble/Loudness, Crossfeed On or Off, and other settings differently for your speakers connected to the back and your phones connected to the front. So far this kind of functionality required to use Phones Out 3/4. Phones 3/4 still is the standard phones output with its own settings and an independent source selector to play back any source available, and should be used until there is a good reason to use the PH 1/2 output.

    Eargasm:
    – The rear outputs now also ramp up the volume when either switching between front and back manually (explained below), or when removing a phones plug.
    – Additionally before switching an output into the OFF state volume is temporarily reduced, because the quick mute by relay often resembles a click sound, which does not happen at lower volumes (inserting the phones plug with mute for the rear outputs, etc).
    – Optimized digital volume control to preserve a full 190 dB distortion free resolution at the digital outputs (see new chapter 34.20 in updated manual).

    Eyegasm:
    – LCD Tint Control: Like with computer monitors and laptop screens, the IPS panels used in the ADI-2 Pro come in a wide colour range, from bluish white up to smoker-teeth yellow. LCD Tint Control (in SETUP / Hardware/Diagnosis) allows to adjust the basic tint (colour) of the display between blue (8) and yellow (-8), to compensate the display’s colour deviation, and/or to make them suit your taste.
    – To be able to recognize overload even in the non-level meter Dark Volume screen, the big Volume numbers flash red in case of Overs.

    GUI optimization:
    – Newly programmed controls: all encoders no longer suffer from ignored increments. This rare effect made the unit appear overloaded or unresponsive until the encoder was turned one increment further.
    – When changing PAN in the VOL screens, a quick turn of encoder 2 will jump from L/R to (center) and vice versa.
    – When in the EQ settings screen, a quick turn of the VOLUME button will set EQ Gain to 0.
    – In the Bass/Treble screen a quick turn of the B and T will set Gain to 0.
    – In the Dark Volume screen B and T values of +0.0 dB are now shown without the + sign, to make the linear state more easy to recognize.

    New functions:
    – Bass/Treble Enable On/Off. It can happen that Bass/Treble values are changed unnoticed to + or – values. To prevent that we added an entry ‚BT Enable‘ to the menu Bass & Treble, that completely switches off this feature. It also allows to switch a specific Bass/Treble setting on/off to hear the difference without having to dial-in the necessary values all the time.
    – Toggle between Phones and Rear outputs by pushing the Volume button for half a second. This new option under SETUP / Options / Device Mode (Phones Line) can be activated for Phones out 1/2, 3/4, or both. Thanks to this new option switching between speakers and phones no longer requires to plug/unplug the phone. Toggling is also available via any function key when assigned via the new feature Remap Function Keys (see below).
    – The digital output’s source can now be changed so that they get their signal from Mains Out 1/2. This way users of monitors with digital inputs can use all the advanced features of the ADI-2 Pro, like Volume, EQ, Bass/Treble etc. also with those speakers via the ADI’s AES, SPDIF and ADAT output (SETUP / Options / Hardware/Diagnosis, Dig. Out Source – Main Out).

    Mutemania:
    So far the ADI-2 Pro did not offer a mute button. It is easy to quickly turn down the volume and raise it again, so there was no inherent need. But sometimes a dedicated mute button is a useful and preferred option. So we added lots of mutes!
    – Added a ‚Mute‘ entry in the I/O menu of outputs 1/2 and 3/4 (subpage Settings)
    – Pressing encoder B while in the VOL menu activates mute. In that state the current volume value in the lower status bar is replaced by ‚mute‘, and the text ‚channel xx – muted‘ is also shown in the upper blue area of the VOL screens. In the VOL Linked screen one can toggle mute on/off for both analog outputs, intuitively by pressing encoder 1 (B) and 2 (T).
    – The new option ‚Phones Line‘ toggles mute between the Phones and the rear Line outputs. If you use only Line out or only phones, this new feature works as quick mute (press VOLUME for half a second).
    – Another way to mute 1/2, 3/4, or both simultaneously (Mute all) is via the new feature Remap Function Keys (see below).

    The new features caused us to rethink some known shortcomings and brought up a simple, yet uber-effective solution:
    Remap Function Keys
    Function keys are the four buttons VOL, I/O, EQ and SETUP.
    – Imagine you have a fixed setup and would like to have a mono button that activates the ‚Mono to L‘ function on output 1/2, because you need this very mono feature several times a day. So far you had to enter the menu and activate/deactivate it in there.
    – Imagine you want to be able to quickly turn off the sound processing functions, EQ as well as Bass and Treble. That requires menu and encoder operation, and unless you use the Setup functionality there is not even a simple way to go back to the former state (EQ and Bass/Treble can be switched off in the I/O menu, but both is still not as good as a single button doing this directly).
    – Imagine you want to mute a specific output with a button directly, with immediate action (via VOL it’s just two button presses, but anyway).
    – Imagine you have configured and stored up to four Setups, and you need to constantly change between them. The Setups might include completely different basic modes, switch from USB mode to listening to the digital input, or switch between 4 EQ presets.
    Wouldn’t it be awesome to have four buttons on the unit to quickly call up such functions? This is exactly what ‚Remap Function Keys‘ offers. Under SETUP / Hardware/Diagnosis, Remap Function Keys can be activated. Then four entries below are now longer greyed out and allow to select the desired function for the respective key. 26 different functions/actions are available:
    Setup 1 to 9, Mono 1/2, Mono 3/4, Mono to L 1/2, Mono to L 3/4, Mute 1/2, Mute 3/4, Mute all, Loudness 1/2, Loudness 3/4, EQ In 1/2, EQ Out 1/2, EQ Out 3/4, BT Out 1/2, BT Out 3/4, EQ+BT+Loudness 1/2, EQ+BT+Loudness 3/4, Toggle Phones/Line.
    So if you select Setup 2 for the I/O key, each time I/O is pressed a message box on the screen will state that Setup 2 has been loaded. For other functions the message will even state that the desired function has been activated or – on the second push – deactivated. Effective, simple, quick, useful – configurable usability at its best!
    But wait – how to get into the I/O menu now that a different function is called by that key? Simply press it for half a second, then the original function and menu is entered. Once in there it behaves as before – for example in the EQ menu simply push the button quickly to enter the EQ settings and exit it again. Therefore it is also no problem to deactivate Remap Function Keys, by pushing the SETUP key for half a second, entering the standard SETUP menu.
    That’s a lot of text about a new major feature, but selecting and using the functions via the keys can’t be easier! By remapping one or several not often used keys, functionality is in direct access that has been missed by some. For example the above mentioned monitoring of the digital input while USB is connected – a typical application for HiFi home use, which requires a change of the Basic Mode, perhaps changing current source of the output and even the clocking state. Once this is done it can be easily stored as Setup (even given the name ‚Digital In Monitor‘). Also store the standard USB operation as ‚USB Mode‘. Now simply assign these two Setups to the VOL and the I/O key, and you get immediate switching between USB and digital input listening – voilà!

    Finally:
    Bit Test (USB, AES and SPDIF Bit Transparency Test)
    Ever wondered whether your OS, its core drivers, the player software, the interface driver and the interface format all work with full bit accuracy? A bit transparency test can give an answer. RME provides several test files (wav) as free download. These wav files can be easily played on Windows, Mac and Linux computers. Playing them back with bit accuracy will issue a message on the ADI-2 Pro’s display, saying ‚Bit Test – 16 Bit, 24 or 32 Bit passed‘, according to the used file and available resolution. There is no need to set anything at the unit.
    The files are extremely short and small. Their audio content resembles a short click sound. No harm is done to speakers or ears. In case the audio path includes any change, like volume, EQ, polarity, channel swap, stuck bits, dither etc., the message will not show up. An error message or analysis is not provided. See new chapter 34.21 in the manual for details.

    All files (Bit Test, firmware update, driver update, manuals) are available on the ADI-2 Pro’s web page:
    http://www.rme-audio.de/en/products/adi_2-pro.php
    http://www.rme-audio.de/products/adi_2-pro.php
    Please report back here if you think you found a bug or error. The changes were so numerous that one might have slipped through our testing.

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