Sonarworks True-Fi

Sonarworks True-Fi

Sonarworks ist ein Startup das 2012 in Latvia gegründet wurde. Die mittlerweile 12 Mitarbeiter des Kleinunternehmens widmen sich der Soundkalibrierung in Aufnahmestudios für Lautsprecher und Kopfhörer. Mit der neuen Software True-Fi wendet sich Sonarworks jetzt auch an audiophile Kopfhörer-Fans: Ziel ist mit einem einzigen Klick einen erheblichen Mehrgewinn aus der Kopfhörerkette herausholen zu können. Dazu misst die Firma Sonarworks verschiedene Kopfhörer ein. Die Frequenzgänge werden anschließend nach hauseigener Zielkurve entzerrt, wobei Sonarworks auf größtmögliche subjektive Linearität abzielt. Die Zielkurve von Sonarworks haben die Spezialisten nach ihren ganz eigenen Vorstellung kreiert; bekannte Veröffentlichungen von beispielsweise Harman bzw. Sean Olive und Todd Welti spielen hier keine Rolle.
Das Endergebnis erreicht den Anwender schließlich über die hauseigenen Software-Angebote.

Reference 4 und True-Fi
Die Hauptsoftware Reference 4 richtet sich an professionelle Soundingenieure und soll das Abmischen und Mastering im Studio vereinfachen. Dazu werden die vorhandenen Nahfeldmonitore eingemessen. Für Anwender, die Kopfhörer bevorzugen, gibt es auch eine abgespeckte Lösung. Die Software unterstützt bereits diverse Kopfhörer, wobei die enthaltenen Profile natürlich keine individuellen Abweichungen des jeweiligen Kopfhörers berücksichtigen. Wer auf eine genauere Einmessung besteht oder ein nicht unterstütztes Modell einsetzt, kann sich seinen Kopfhörer von Sonarworks auch individuell einmessen lassen – entweder man schickt dazu den eigenen Kopfhörer ein oder bestellt direkt ein gemessenes Exemplar von Sonarworks. Das Komplettpaket von Reference 4 mit Kalibrierung für Lautsprecher, Software zur Linearisierung von Kopfhörern und einem vorher eingemessenen Sennheiser HD 650 kostet 699 €. Ohne Kopfhörer werden noch 249 € verlangt und wenn man nur bereits vorhandene und offiziell unterstützte Kopfhörer verwenden möchte, werden nur noch 99 € verlangt.

Sonarworks Reference mag wohl zu viel des Guten für manchen audiophilen Musikkonsumenten sein. Deshalb gibt es jetzt nun die Sonarworks True-Fi Software, die für bessere Übersichtlichkeit auf ein Minimum reduziert wurde. Sie enthält die Messdatenbank von Reference, erlaubt jedoch weniger Personalisierung, verpackt diese dafür aber besser verständlich. Auf Basis der Angabe von Alter und Geschlecht können leichte Anpassungen an der „Flat“-Zielkurve von Sonarworks Reference vorgenommen werden. Ganz individuelle Eingriffe sind mit True-Fi aber nicht möglich. Für True-Fi werden lediglich 79 € veranschlagt.

Sonarworks True-Fi Interface

Wie funktioniert es?
Sonarworks bietet die Software aktuell nur mit englischer Spracheinstellung an, was dank der spartanischen Benutzeroberfläche wohl für niemanden ein Hindernis sein dürfte. Nach der Installation erscheint im Betriebssystem ein neues Gerät zur Tonausgabe. Wählt man „Sonarworks True-Fi“ als Ausgabegerät, wird ab sofort jede Tonausgabe über diese Software geregelt. In den Einstellungen von True-Fi kann ein anderes Ausgabegerät gewählt werden, wie z.B. einen externen DAC. Ebenfalls hat man auf macOS die Möglichkeit eine Abtastrate zu wählen, sollten z.B. verbundene Geräte mit einer Rate besser funktionieren als mit einer anderen. (Viele Soundkarten arbeiten nativ mit 48 kHz und rechnen einen anderen Input intern um.) Sonarworks greift allerdings vor dem Output des DAC ein, sodass die digitale Ausgabe bereits eine gewählte Korrektur enthält und entsprechend abgegeben wird.

Fast jedes Gerät bietet heutzutage einen Equalizer, mit dem mal mehrere oder weniger Frequenzbänder angepasst werden können. Sonarworks verwendet für die Equalisierung einen Convolver. Mittels Faltung (engl. Convolution) ist der Anzahl möglicher Korrekturpunkte quasi keine Grenzen gesetzt. Das Signal wird dazu mit einer Impulsantwort gefaltet, was eine extrem präzise Manipulation der Ausgabe erlaubt. Ein weiterer Vorteil dieser Technik ist eine mögliche Manipulation des Phasengangs. Soweit wir das erkennen können, setzt Sonarworks hier aber ganz klassisch auf eine minimal-phasige Anpassung, während die Reference Software die Wahl zwischen minimaler- und linearer-Phase sowie einer Mischung aus beidem anbietet.
Die Software unterscheidet ebenfalls nach Geschlecht und Alter und bietet entsprechende Korrekturen des Frequenzgangs. Diese laden allerdings keine neue Impulsdatei, sondern verwenden zusätzlich einen parametrischen Equalizer. Der Vorteil dabei ist, dass Bass und Höhen vom Benutzer individuell angepasst werden können. Die Voreinstellung, beruhend auf Geschlecht und Alter, ist somit also nur eine Empfehlung.
Natürlich haben Audiophile sofort Angst, dass eine Pegel-Anhebung einiger Frequenzen unschöne Verzerrungen bewirkt. Aus diesem Grunde gibt es die Möglichkeit, True-Fi genügend Headroom zur Verfügung zu stellen. Mit einem Häkchen bei „lower volume to avoid clipping“ reduziert man die digitale Lautstärke automatisch, sodass die neue Spitzenamplitude unterhalb der Vollaussteuerung bleibt; es empfiehlt sich allerdings ein potenter Verstärker, wenn der Kopfhörer nicht sehr empfindlich ist.

Sonarworks True-Fi Einstellungen macOS

Die Korrektur
Sonarworks verspricht empfundene perfekte Linearität mittels der Korrektur. Im Idealfall ist die Tonalität somit mit hervorragenden Nahfeldmonitoren vergleichbar. An dieser Stelle können nur subjektive Eindrücke folgen, die eventuell sogar auf eine individuelle HRTF zurückzuführen sind.
Ich habe die Software in Kombination mit mehreren Kopfhörern getestet und mir ist jedes Mal ein sehr präsenter Tiefbass aufgefallen. Der Grundton bleibt dabei relativ schlank, was für eine angenehme Distanz und auch Luftigkeit sorgt. Die Tonalität erinnert sehr an den InEar ProPhile 8, ist im Tiefbass aber stärker ausgeprägt. Der Mittenbereich ist für meine Präferenzen vielleicht sogar etwas zu korrekt. Gerade der Präsenzbereich von 3-3,5 kHz liefert für mein Empfinden ein Mü zu viel Pegel, folgt dabei jedoch exakt der Kurve des Sennheiser HD 660 S. Es folgt eine leichte Senke bis ca. 6 kHz, wobei der restliche Hochton homogen und subjektiv linear meinem Ideal vollends entspricht. Dennoch ist für mich die Tonalität wegen des schlanken Grundtons und vordergründigen Präsenz der Stimmen auf Dauer tendenziell zu hell, weshalb ich die vorgeschlagene Hochtonkompensation für Herren in meinem Alter zu keinem Zeitpunkt aktivieren wollte. Da die individuelle Basskorrektur sehr tief greift, erzeugt sie keine Wärme, hilft aber den Raumklang noch weiter in die Tiefe aufzuziehen. Gäbe es einen Kopfhörer, der ohne DSP-Eingriffe diesen Klang erzeugen würde, wäre ich schon längst auf meine Knie gefallen und wäre bereit viel Geld in die Hand zu nehmen. Insgesamt bin ich also mit Sonarworks d’accord.

Die Rettung für hoffnungslose Kopfhörer?
Zum Aufzeigen des vollen Potentials der True-Fi Software hat uns Sonarworks zwei Kopfhörer – weniger gute Exemplare ihrer Zunft – mitgeschickt. Schauen wir uns zuerst die beiden Problempatienten an:

Sony MDR-V150
Der MDR-V150 ist ein absolutes Klappergestell, das bei jeder Berührung knarzt. Das ist die Art Kopfhörer, die in öffentlichen Bibliotheken ausliegt, in Museen für Wanderungen verwendet und von Fluggesellschaften verschenkt wird. Es überrascht wenig, dass Sony bei der Entwicklung auf eine sorgfältige, neutrale Abstimmung verzichtet hat. Kein Tiefbass, starker Oberbass, dumpfe Mitten und fehlende Höhen machen den Musikgenuss schwer. Man könnte versuchen die Defizite bauartbedingt zu begründen, doch der Eindruck kippt sehr schnell wenn man Sonarworks True-Fi verwendet.
Zu häufig wird schlechter Klang durch nichtlineare Verzerrungen begründet; der Stellenwert dieser wird dabei häufig extrem überbewertet, sofern die Verzerrungen ein gewisses Maß nicht überschreiten. Dies zeigt Sonarworks hervorragend, denn True-Fi schafft es durch Korrektur der Tonalität dem Kopfhörer eine ordentliche Portion Auflösung zu injizieren. Der Klanggewinn ist absolut beeindruckend, stößt mit dem technischen Grundgerüst des V150 jedoch auch an die Grenzen. Nicht immer sind Töne extrem sauber, doch um das zu bemerken muss man schon aufmerksam hören. Der Bass hat für meine Ansprüche jedoch keine ganz realistische Kontur und zeichnet sich räumlich nicht gut ab. Auch der Raumklang kann sich nicht ganz entfalten und somit klingt der Sony trotz bestechender Linearität relativ flach. Das An- und Abschalten der True-Fi Korrektur sorgt auf jeden Fall für ein ohrenöffnendes Erlebnis, das man selber erfahren muss, um es zu glauben. Wenn man bedenkt, dass es sich hier um einen extrem günstigen Kopfhörer handelt, kommt man unweigerlich ins Staunen.

Marshall Monitor
Die positiven Rezensionen zum Marshall Monitor auf Amazon sind nicht nachzuvollziehen. Für über 120 € erzielt der Kopfhörer bei 154 Rezensionen eine durchschnittliche Bewertung von 4/5 Sternen. Jeder, der sich halbwegs mit der Thematik von High Fidelity beschäftigt hat, wird einen extrem warmen und dumpfen Klang kritisieren, bei dem Stimmen klingen als wären sie unter Wasser. Der Hochton lässt insgesamt Pegel vermissen, reicht jedoch überraschend weit. Das sind gute Voraussetzungen für True-Fi, das mit dem Marshall keinerlei Probleme hat. Mit aktiviertem True-Fi ist der Bass bis in die tiefsten Register ausgeprägt und voluminös, Stimmen wieder tonal akkurat und auch der Hochton ist wieder da wo er hingehört. Verzerrungen oder technische Limitierungen sind keine zu vernehmen.
Sonarworks hat jedoch nicht nur ein Profil für den Marshall Monitor hinterlegt, sondern hat auch genau das uns zugesendete Exemplar eingemessen. Tatsächlich lassen sich nochmals kleinere Unterschiede bemerken. Der Vorteil ist, dass die einzeln eingemessenen Kopfhörer für jeden Kanal separat angepasst werden und somit Kanalungleichheit ebenfalls korrigiert wird. In der Folge ist auch das Problem von Serienstreuung gelöst. Unser Exemplar hat etwas weniger Oberbass und auch weniger Hochton, weshalb die individuelle Einmessung nochmals deutlich hörbare Unterschiede zur universalen Korrektur bietet.
Ich muss zugeben: Der Marshall Monitor fasst sich gut an und auch das Kabel gefällt. Leider ist das Design weder der Kategorie Onear noch Overear zuzuschreiben und dauerhaft ist der Kopfhörer alles andere als bequem. Das ist sehr schade, denn sonst wäre es wenig überraschend, wenn sich jemand mit der Kombination aus Marshall Monitor und Sonarworks True-Fi eine wirklich seriöse Hifi-Kette aufstellen würde. Angeblich arbeitet Sonarworks an einer Smartphone Lösung von True-Fi. In der Kombination wäre ich sogar gerne bereit den Marshall Monitor außerhalb der vier Wände in der Öffentlichkeit zu tragen.

Sonarworks True-Fi AB Marshall

Oppo PM-3
Kein anderer Kopfhörer hat von mir je so viel Spielzeit bekommen. Für mich zählt der Oppo PM-3 zu den attraktivsten und bequemsten geschlossenen Kopfhörern. Super, dass er auch ohne EQ gut klingt und sich von fast allen Geräten problemlos antreiben lässt. Allerdings verwende auch ich den Oppo hauptsächlich mit einer eigenen Frequenzgang-Linearisierung, um das Optimum herauszuholen. Seit Jahren korrigiere ich nach und versuche subjektive Transparenz zu erzielen, wozu ich mich hauptsächlich an Sinusgeneratoren bediene. Das Unterfangen ist natürlich aufwändig und benötigt viel Erfahrung. Ein einfacher Klick in True-Fi ist da unendlich bequemer.
Allerdings unterscheidet sich die Korrektur von Sonarworks leicht von meinem Ergebnis. Sonarworks legt die Betonung eher auf Tiefbass und erzeugt in den oberen Mitten ein Gegengewicht. Mich erinnert True-Fi leicht an eine Loudness-Korrektur, die auf Dauer bei normaler Lautstärke aber auch eine Winzigkeit anstrengender ist. Allerdings ist auch ein größeres Wow-Erlebnis vorhanden, da der starke Tiefbass und auflösende Hochton gerade da ansetzt, wo die meisten Kopfhörer technische Defizite haben. Durch Sonarworks profitiert aber gerade der Oppo PM-3 an Raumklang und erinnert nur noch wenig an den Auslieferungszustand.

Shure SE215
Es finden sich nicht viele Inears auf der Liste unterstützter Kopfhörer von Sonarworks. Der Shure SE215 ist bisher einer der wenigen. Die Zielkurven für Inears und Bügelkopfhörer sollen sich laut Sonarworks subjektiv nicht unterscheiden. Der Klangeindruck ist im Vergleich zu großen Kopfhörern jedoch etwas anders.
Der von Sonarworks angepasste SE215 weist einen angenehmen Pegel im Grundton auf. Dieser und die Anhebung im Tiefbass decken sich noch mit den Eindrücken von True-Fi im Zusammenspiel mit Bügelkopfhörern, wie z.B. dem Hifiman HE-560. Allerdings sind die Stimmen beim korrigierten Inear auffällig dunkler gefärbt und stellenweise sogar leicht dumpf. Mit dem True-Fi SE215 fielen verwaschene S-Laute auf, die auf eine starke Absenkung in den oberen Mitten oder unteren Hochton hindeuten. Auch hat der Hochton insgesamt keine vergleichbare Neutralität wie Sonarworks sonst bei den Kopfhörern zaubert. Eventuell wurde der Resonanzpeak, der durch den vom Inear verschlossenen Gehörgang erzeugt wird, von Sonarworks nicht berücksichtigt. Dies könnte unter Umständen daran liegen, dass Inears bei Sonarworks anders eingemessen werden und teilweise nach Gehör an die Zielkurve angepasst werden. Dazu kommen mehrere Variablen wie Sitztiefe und variierende Aufsätze der Nutzer, die das Ergebnis beeinflussen können. Die gleiche Transparenz vom Marshall habe ich mit dem Shure jedoch nicht erzielt. Es folgt eine unkompensierte Grafik vom SE215 mit aktiviertem True-Fi in unserem IEC 60318-4 Messkuppler:

IEC 60318-4 Frequenzgang / Frequency response measurement Shure SE215 Sonarworks True-Fi

Probleme mit Resampling am iMac
Abschließend möchte ich allerdings noch auf ein kleines technisches Problem hinweisen. An meinem Testsystem hat das Resampling immer mal wieder zu kleineren Problemen geführt. In den Einstellungen von Sonarworks True-Fi kann man je nach Eingabe eine Abtastrate von 44.100 Hz bis 96.000 Hz wählen. Im Normalfall sollten 44,1 kHz für den Musikkonsum reichen. Wenn ich allerdings ein Video geschaut habe, das nativ eine Sampling Rate von 48 kHz hat, kam es ca. alle 30 Sekunden zu sehr kurzen Aussetzern. Ein manueller Wechsel in den Einstellungen von True-Fi hat dies sofort behoben. Eine Überforderung der Hardware schließe ich meinerseits aus. In diesem Test kam hauptsächlich ein vollausgestatteter iMac 4K (mid-2017) mit reiner SSD und Ram-Upgrade zum Einsatz. Die CPU-Auslastung hat trotz der Stotterer 8% nicht überschritten und auch wurden zu keinem Zeitpunkt mehr als 50% der Ram in Anspruch genommen (und noch weitere 2GB in Reserve). Ob ein externer DAC zwischengeschaltet wurde, machte dabei keinen Unterschied. Nach dem Erststart des Programms habe ich auch einige Male einen total verzerrten Klang am Output empfangen. Ursache ist vermutlich, wenn vor dem letzten Beenden eine Abtastrate eingestellt wurde, die dann nicht mehr zur Verfügung steht (z.B. 96 kHz).
Beide kleinere Probleme lassen sich sehr einfach lösen indem man True-Fi aufruft, aufs Zahnrad klickt und die Sampling Rate verändert. Da sich die Fehler nicht zu 100% reproduzieren lassen, sei dieser Hinweis eher als inoffizielle Lösung statt Kritik zu verstehen. Verwendet wurde macOS 10.13.4 und True-Fi 1.0.649 und 1.0.660. Eine automatische Regelung seitens der Software wäre jedoch wünschenswert und wird vielleicht zu späterem Zeitpunkt nachgereicht.

Sonarworks True-Fi

Fazit
Wir bei Headflux denken pragmatisch: Guter Klang ist guter Klang, ob nun digital nachgeholfen wurde oder auch nicht. Besonders der Frequenzgang hat unserer Ansicht nach einen sehr hohen Stellenwert für das subjektive Klangempfinden. Nicht zuletzt deshalb befassen wir uns hinter den Kulissen schon lange intensiv mit der Linearisierung von Kopfhörern. Dazu haben wir bereits intern mehrere Zielkurven getestet – das Review von Platzhirsch Sonarworks darf da natürlich nicht fehlen.
Insgesamt können wir die Software-Lösungen von Sonarworks empfehlen. True-Fi ist eine kostengünstige Lösung, um in den meisten Fällen eine erhebliche Verbesserung der Audiokette in Bezug auf HiFi zu erzielen. Wer bereits sorgfältig abgestimmte Kopfhörer besitzt, wird allerdings wenig Nutzen aus der Software ziehen können. Besonders Kopfhörer, die mit einer stark verfärbten Abstimmung zu kämpfen haben, haucht Sonarworks neues Leben ein. Derzeit würden wir uns vor allem eine größere Anzahl kompatibler Kopfhörer wünschen. Auch sehen wir aktuell noch erhebliches Nachbesserungspotential in Bezug auf Inears – sowohl qualitativ als auch quantitativ. Das positive Erlebnis von True-Fi in Kombination mit Bügelkopfhörern ließ sich mit Inears nicht reproduzieren.
True-Fi kann jeder für 10 Tage kostenlos testen – dazu können wir nur raten! Voraussetzung ist natürlich, dass der eigene Kopfhörer unterstützt wird. Interessenten empfehlen wir auch einen Blick auf die umfangreichere Software Sonarworks Reference zu werfen, bei der die vorgegebene Korrektur noch besser an das subjektive Empfinden angepasst werden kann.

Klaus

Über

Als anerkanntes Mitglied des HiFi-Forums blickt Klaus auf jahrelange Kopfhörer-Erfahrung zurück. Durch enge Kontakte zur Szene, war er bereits vielfach als Mediengestalter für die Branche tätig. Auch als Autor und Fotograf ist er kein unbeschriebenes Blatt - so mussten sich bereits unzählige Kopfhörer, Inears und Verstärker seinem kritischen Urteil unterziehen.

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