Knowledge Zenith (KZ) ZS6

KZ ZS6

Die chinesische Marke Knowledge Zenith, oder kurz KZ, hat sich über die letzten Jahre einen Namen im Budget-Inear Segment erarbeitet. In der Vergangenheit konnten einige, der gefühlt unzähligen Modelle, mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis überzeugen. Allen voran ist uns der KZ HDS3 im Gedächtnis geblieben, der für einen irrwitzigen Preis von 3€ über die Ladentheke wandert (mittlerweile aber nur noch schwer zu bekommen ist).
Vorgespult in den Herbst 2017: KZ stellt den ZS6 vor, einen hybriden Inear mit zwei dynamischen und zwei Balanced Armature (BA) Treibern im Aluminium Gehäuse. Die Eckdaten des ZS6 klingen unweigerlich nach Premium-Segment und auch das Aussehen des neuen Inears spiegelt das wider. Hier hat KZ ganz ungeniert bei Campfire Audio geklaut und deren Gehäuseform fast unverändert übernommen. Selbst das für den Andromeda charakteristische Grün steht als Farbvariante für den ZS6 zur Verfügung. Ebenso kann kann Schwarz oder Rot geordert werden.

Mit dem ZS6 versucht man also in ein neues Segment vorzustoßen, Premium-Budget sozusagen. Auch der für KZ ungewöhnlich hohe Kaufpreis spiegelt das wider. Mit einem Preis von knapp unter 40€ (Gearbest) – im Angebot mitunter auch für unter 30€ – ist der KZ ZS6 wahrscheinlich der bisher teuerste Inear von Knowledge Zenith. Das mitgelieferte Zubehör zeigt sich dennoch gewohnt spartanisch. Geliefert wird der ZS6 in schlichter Pappschachtel samt 3 Paar Silikon Tips ausreichender Qualität. Eine Tasche oder ein Case zur Aufbewahrung findet sich nicht im Lieferumfang.

KZ ZS6

Verarbeitung und Passform:
Der Campfire Audio, Pardon, der Knowledge Zenith ZS6 kleidet sich vollständig in Aluminium, das aufwändig in Form gefräst wurde. Dabei wurden die Maße des amerikanischen Vorbilds erschreckend genau übernommen. Nur wenige Details, wie die Lüftungsschlitze, das Gitter im Schallröhrchen oder der Kabelanschluss, weichen vom Vorbild ab. Trotz oder gerade wegen dieser dreisten Kopie schmeichelt der ZS6 dem Auge des Betrachters. Dadurch übernimmt der KZ aber auch den gewöhnungsbedürftigen Sitz im Ohr von seinem Vorbild. Insbesondere beim Einsetzen des Inears zwickt es hier und da schon mal etwas, doch einmal arretiert sitzen die Gehäuse bequemer als vermutet im Ohr. Den Langzeitkomfort kann man, wie auch beim Andromeda, getrost als okay bezeichnen.
In Reminiszenz an Campfire Audio liefert Knowledge Zenith mit dem ZS6 einen erstaunlich gut verarbeiteten Inear ab. Die Fräsarbeiten sind außerordentlich sorgsam durchgeführt, wenn auch die Katen eine leichte Schärfe behalten haben. Bei genauem Blick sieht man der Beschichtung und Einpassung der Einzelteile die günstigere Abstammung an. So hat beispielsweise das Kabel etwas viel Spiel in den Anschlüssen des Inear. Angesichts des geringen Preises des KZ ZS6 ist die Verarbeitung aber eine beachtliche Homage an Campfire Audio.
Trotz der scharfkantigen Anmutung sind die Gehäuse des Knowledge Zenith annähernd ergonomisch geformt. Der KZ ZS6 sitzt dadurch eher locker im Ohr und berührt dieses nur an wenigen Punkten. Der Sitz ist somit nicht sehr fest, der Tragekomfort angesichts des kantigen Designs doch recht annehmbar. Aufgrund des lockeren Sitz bleibt die Isolation gegen Außengeräusche unterhalb von Inears, die innerhalb der gesamten Concha abdichten. Dennoch befindet sich die Isolation des KZ ZS6 im guten Mittelfeld, was den Einsatz des Inears in lauteren Umgebungen ermöglicht.
Design und Qualität der Gehäuse lassen den ZS6 fast wie ein Premium-Produkt wirken. Aus dem Raster fallen die mitgelieferten Tips sowie das Kabel des KZ. Hierbei handelt es sich um die Standardware, die auch einigen der günstigeren Modellen der Marke beiliegt. Bei den Silikon Tips handelt es sich um die sogenannten KZ Starline Tips, die sich durch eine sternenförmige Musterung an der Spitze kennzeichnen. Die Qualität der Tips ist in Ordnung, aber ausbaufähig; ein Paar SpinFit CP100 stehen dem ZS6 außerordentlich gut, kosten allerdings schon einen beachtlichen Anteil des Kaufpreises des ZS6.
Das Kabel des ZS6 ist bereits in ganz ähnlicher Form von KZ ZS3 bekannt. Gegenüber dem klebrigen Kabel des KZ ATE stellt das neue Kabelmaterial eine ordentliche Verbesserung dar. Zwar gibt sich das Kabel nach wie vor etwas klebrig und federnd, doch enttäuscht die Qualität angesichts des geringen Preises des ZS6 nicht. Zudem ist das Kabel wechselbar über den 0,75 mm 2-Pin angeschlossen, was den einfachen Kabelwechsel ermöglicht. Allerdings ist der Anschluss ohne Gewaltausübung nicht mit den 0,78 mm dicken Steckern des Standard 2-Pin kompatibel; hier muss also auf Kabel wie das hauseigene KZ Upgrade Kabel zurückgegriffen werden.

KZ ZS6 vs Campfire Audio Andromeda

Klang:
Klanglich erwartet der KZ ZS6 den Zuhörer mit einer spaßigen Abstimmung, die mit einer Menge Bass und angehobenem Hochton einhergeht. Im Tiefton liefert der ZS6 rund 9 dB mehr Pegel, als es neutral wäre. Hier steht besonders der Midbass im Fokus, der kräftig und mit dem für dynamische Treiber typisch weichen Ausklang wiedergeben wird. Dem Tiefbass entgegen verliert der Bass etwas Druck im Vergleich zum starken mittleren Bass; dennoch kann man hier von einem betonten Tiefbass sprechen.
Passend zum betonten Bassbereich spielt der ZS6 auch im unteren Mittelton warm und voll. Insbesondere dunkle Stimmen und Instrumente erhalten eine warme Einfärbung. Den darüber liegenden Mittelton und obere Mittel gibt der Inear hingegen recht neutral wieder. In der Messung zeigt sich das durch eine Erhöhung rund um 3 kHz, die den Open Ear Gain nachbildet. Um 4 kHz spielt der ZS6 wiederum etwas zu energisch, was aufgrund der bei 5 und 6 kHz folgenden Senke nicht nennenswert stört. Dem oberen Hochton entgegen läuft der ZS6 zur Höchstform auf und liefert einen doppelspitzigen Peak mit bis zu 15 dB Pegel rund um 9 kHz – nichts für schwache Nerven. Selbst im oberen Hochton hält der KZ einen beachtlichen Pegel aufrecht und spielt munter der oberen Hörschwelle entgegen. Tatsächlich leistet sich der Hybrid um 14 kHz sogar noch einen beachtlichen Peak. Bei guten Aufnahmen sorgt der starke obere Hochton für deutlich hörbare Obertöne, was auch hohen Tönen einen unbeschnittenen Ausklang ermöglich – man spricht hier gerne auch von einem luftigen Klang. Bei weniger guten Aufnahmen tümmeln sich in der oberen Oktave nicht selten störende Anteile, die durch den stark angehobenen oberen Hochton unnötig aufgebauscht werden. Aber so oder so ist der obere Hochton des ZS6 fordernd, zumal der KZ nicht ganz die technisch lupenreine Wiedergabe liefert, die ein solche Betonung einfordert. Interessenten, die empfindlich auf Hochton reagieren, sollten einen großen Bogen um den ZS6 machen. Selbst für Tolerante Zuhörer hätte KZ gut daran getan, den oberen Hochton um ein paar Dezibel zu reduzieren. Aus dem Wechselspiel zwischen angehobenen Hochton und dem relativ neutralen oberen Mittelton zusammen mit dem starken Bass und warmen Mittelton, ergibt sich letztendlich wieder ein glaubhaftes Timbre.

IEC 60318-4 Frequenzgang / Frequency response measurement KZ ZS6

Der starke Hochton greift dem ZS6 ordentlich unter die Arme, wenn es darum geht, musikalische Details aufzudecken. Man könnte auch sagen, der Inear gaukelt einem etwas mehr Auflösung vor, als er eigentlich mitbringt. Dennoch ist die klangliche Performance des KZ ZS6 beeindruckend und angesichts des Preises überdurchschnittlich. Kontrahenten mit zweistelligem Preisschild kann der ZS6 erfolgreich die Stirn bieten. Zurückgehalten wird der Knowledge Zenith vor allem durch seinen fordernden Hochton, der gegenüber ausgeglichener abgestimmten Modellen zu stark stört.

Matchability:
Mit einem von uns gemessenen Wirkungsgrad von 124,1 dB SPL/V bei 1 kHz lässt sich der KZ ZS6 etwas leichter als der durchschnittliche Inear antreiben. So liefert er bei gleicher Lautstärke Einstellung ca. 2 dB mehr Schalldruck als der KZ ZST und rund 6 dB mehr als KZ ATE und KZ HDS3. Im Gegenzug fördert der ZS6 das Rauschen des Quellgeräts besser zu Tage als seine Geschwister mit niedrigerem Wirkungsgrad. Ein vernünftiges Smartphone oder ein kleiner Audioplayer treibt den Knowledge Zenith ordentlich an; auch an die Ausgangsimpedanz stellt der Inear keine besonders hohen Anforderungen.

KZ ZS6 Output Impedance reactions

Das obige Diagramm zeigt, wie der KZ ZS6 auf verschiedene Ausgangsimpedanzen regiert. Die gelbe Linie stellt einen 0 Ohm Ausgang dar, während die folgenden Linien die Veränderungen an 2, 4, 8, 16, 32 und 64 Ohm darstellen. Bei höheren Werten nimmt der obere Hochton des KZ6 zunehmend ab, wobei der Tiefpunkt bei einer recht hohen Frequenz von 13,5 kHz liegt. Der restliche Frequenzgang bleibt weitestgehend unbeeindruckt. Um dennoch nennenswerte Klangveränderungen zu vermeiden, empfehlen wir Quellgeräte mit einer Ausgangsimpedanz von 1,8 Ohm oder kleiner. Im Fall des ZS6 würden wir die Klangveränderungen durch hochohmige Ausgänge allerdings als wünschenswert bezeichnen. Denn oberen Hochton hat der KZ bereits en masse, sodass ein paar Dezibel weniger hier sehr willkommen sind. Das führt uns zu den Tuning Optionen.

Tuning Optionen:
Im Kapitel Klang haben wir bereits vom stark betonten oberen Hochton des ZS6 berichtet. Durch eine hohe Ausgangsimpedanz oder ein paar simple Widerstände zwischen Abspielgerät und Inear lässt sich der Hochton des KZ etwas besänftigen. Dabei dürfen es ruhig Werte von über 60 Ohm sein, um wirkungsvolle Ergebnisse zu erzielen. Das folgende Diagramm zeigt den Frequenzgang des KZ ZS6 einmal ohne und einmal mit zusätzlichen 64 Ohm Widerstand:

KZ ZS6 Output Impedance reactions

Bei 10 kHz nimmt das dem ZS6 rund 3 dB, was durchaus nützlich sein kann. Um das zu erreichen lassen sich beispielsweise ein paar passive Widerstände zwischenschalten, die häufig als Impedanzadapter bezeichnet werden. Hier eignet sich z.B. der Etymotic P to S Converter mit seinen 75 Ohm, den es von diversen Anbietern und Bastlern gibt. Einen zahmen Hochton entlockt man dem KZ dadurch allerdings immer noch nicht, dennoch ist die Minderung um ein paar dB sehr willkommen.

Auch der Bass des KZ ZS6 lässt sich noch ein wenig dem eigenen Geschmack anpassen. Wer trotz der Betonung von rund 9 dB noch etwas Tiefbass vermisst, kann durch das gezielte Verschließen des inneren Vents nachhelfen:

Frequenzgang / Frequency response measurement KZ ZS6 Stock vs Tape Mod

Das Zukleben der Öffnung am Fuße des Schallröhrchens bewirkt fast 3 dB mehr Bass bei 40 Hz. Für den Tape Mod eignet sich beispielsweise ein kleines Stück Isolierband. Auch etwas Blu Tack erfüllt seinen Zweck.

Knowledge Zenith (KZ) ZS6 vs Campfire Audio Andromeda:
Okay, den Vergleich meinen wir nicht wirklich ernst. Doch das Design des ZS6 nimmt zweifellos Inspiration an Campfire Audios Inears. Ist das auch klanglich der Fall? KZ versucht es jedenfalls. Betrachtet man die Frequenzgänge des KZ im Vergleich zum großen Vorbild Campfire Audio Andromeda, dann lassen sich durchaus einige Gemeinsamkeiten erkennen.

Frequenzgang / Frequency response measurement Campfire Audio Andromeda vs KZ ZS6

Vor allem den für den Andromeda charakteristischen Peak im oberen Hochton hat sich KZ abschaut und auch in der Ausformung der Bassbetonung lassen sich durchaus Parallelen erkennen. Knowledge Zenith will aber offensichtlich mehr und spendiert dem ZS6 eine Extraportion Bass, oberen Mittelton und Hochton. Dadurch verbaut sich KZ die filigrane Balance, die die Abstimmung Andromeda ausmacht.

Knowledge Zenith (KZ) ZS6 vs Knowledge Zenith (KZ) ZST:
Der KZ ZST ist mit einem Preis von rund 10€ (Gearbest) deutlich günstiger als der ZS6. Im Gegenzug kommt der ZST mit der halben Anzahl Treiber aus und setzt auf einen dynamischen und einen BA Treiber pro Seite. Interessanterweise setzen beide Inears auf den gleichen BA Treiber, den ZS6 gleich in doppelter Anzahl an Board hat.
Der Lieferumfang sowie das wechselbare Kabel sind trotz der Preisdifferenz vergleichbar. Im Gegensatz zum Alu-Gehäuse des ZS6 setzt der ZST auf ohrenfreundlicheren Kunststoff, der durch seine ergonomische Form angenehmer im Ohr sitzt. Optisch macht ohne Zweifel der KZ ZS6 mehr her.

Frequenzgang / Frequency response measurement KZ ZS6 vs KZ ZST

Die Abstimmung beider Inears ähnelt sich im Grundkonzept. Auch der ZST setzt auf betonten Bass und Hochton, ohne den oberen Mittelton zu vernachlässigen. Der Bassbereich ist der größte gemeinsame Nenner der beiden Inears und ist in Quantität und Qualität vergleichbar. Im oberen Mittelton spielt der ZST merklich schärfer und überträgt mehr Sibilanz als der ZS6, was der stärkeren Ausprägung um 2 kHz und dem Peak unterhalb von 5 kHz geschuldet ist. Im oberen Hochton wendet sich das Blatt, denn hier trägt der ZS6 seine enorme Betonung, die den ebenfalls nicht zu knapp geratenen Peak des ZST spielend übertrifft.
Insgesamt ist die Abstimmung des ZS6 besser gelungen, als die des günstigeren ZST. Trotz seines enorm starken Hochtons klingt der ZS6 stimmiger und runder als sein hybrider Brunder, der besonders im oberen Mittelton zu ruppig aufspielt. So schafft es der ZS6 deutlich mehr klangliche Qualität als der ZST zu vermitteln. Zwar ist der Bassbereich vergleichbar, doch darüber hinaus behält der KZ ZS6 souverän die Oberhand, indem er mit ausgewogenerer Tonalität und überlegener Auflösung punktet.

KZ ZS6 vs KZ ZST

Knowledge Zenith (KZ) ZS6 vs SoundMAGIC E50C:
Mit einem Preis von fast 70€ ist der E50C annähernd doppelt so teuer wie der ZS6. Auch der SoundMAGIC kleidet sich standesgemäß in Aluminium und punktet ebenfalls mit seiner sorgfältigen Verarbeitung. Im Gegensatz zum ZS6 lässt sich sein Kabel nicht wechseln, überzeugt im Gegenzug aber mit der besseren Qualität und weniger Geräuschkulisse bei Berührung, sofern das Kabel oberhalb des Ohrs geführt wird. Im Gegensatz zum KZ bringt der SoundMAGIC E50C ein Case zur Aufbewahrung und deutlich mehr Aufsätze höherer Qualität mit.

Frequenzgang / Frequency response measurement KZ ZS6 vs SoundMAGIC E50C

Klanglich ordnet sich der E50C neutraler ein als sein Rivale von KZ. Auch der SoundMAGIC hebt seinen Tiefton an, konzentriert sich dabei aber auf den tiefsten Bass und überlässt dem KZ ein paar Dezibel mehr Betonung. Durch seine hellere Abstimmung wirkt der Bass des ZS6 allerdings nur wenig stärker als der seines Kontrahenten. Während der ZS6 im oberen Mittelton annähernd neutral spielt, pflegt der SoundMAGIC hier die schüchterne Gangart. Stattdessen betont er den Hochton um 6 kHz, was ihm wieder Brillanz verleiht und den Stimmbereich nahezu neutral wirken lässt. Auch wenn der E50C im folgenden oberen Hochton einen Peak aufweist, spielt er hier deutlich zurückhaltender als der ZS6.
Der SoundMAGIC präsentiert die Musik neutraler, gleichmäßiger und unspektakulärer als der Knowledge Zenith. KZ spediert dem ZS6 zweifellos eine mitreißendere Abstimmung, die den E50C im Direktvergleich etwas dröge, aber nicht weniger reizvoll klingen lässt. Qualitativ spielen beide Inears auf einem sehr ähnlichen Niveau. Abhängig vom Musikmaterial kann mal der ZS6 und mal der E50C seine Qualitäten besser zur Geltung bringen, wenngleich sie sich hinsichtlich der Auflösung auf Augenhöhe begegnen. Für den KZ ist das ein großes Kompliment, da der teurere SoundMAGIC E50C bereits ein sehr guter Vertreter seiner Preisklasse ist. Obsolet wird der E50C durch den KZ ZS6 allerdings nicht; vielmehr stellt der Knowledge Zenith eine günstige und mitreißender abgestimmte Alternative zum ausgewogener klingenden SoundMAGIC dar.

Fazit:
Knowledge Zenith hat einen neuen Stern am Himmel und der sieht verdächtig nach Andromeda, Polaris und Co aus. Mit den Kreationen von Campfire Audio hat der KZ ZS6 aber sonst nicht viel gemeinsam. Die dreiste Nachmache – oder nennen wir es mal Homage an Campfire Audio – ist den Chinesen von KZ aber durchaus gut gelungen. Die Verarbeitung der Alu-Gehäuse überzeugt und versprüht trotz des geringen Preises etwas High End Charme. Das Drumherum, wie Verpackung und Zubehör, ist dennoch typisch KZ, aber angesichts des Preises okay.
Auch klanglich orientiert sich der KZ ZS6 etwas an seinem großen Vorbild. Bass und oberer Hochton sind angehoben, wobei vor allem die starke Betonung im Hochton seinen Tribut fordert. Trotz eingeschränkter Langzeittauglichkeit kann der KZ ZS6 klanglich überzeugen, wenn er auch keine Empfehlung für Hochtonempfindliche ist. Insgesamt ist Knowledge Zenith der Schritt in Richtung Premium-Budget geglückt. Tatsächlich liefert der KZ ZS6 etwas „Campfire Audio feeling on a budget“.

Niklas

Über

Teilzeit Fotograf, teilzeit Autor und vollzeit Audiophil – als Mitgründer von Headflux dreht sich immer alles um das Thema HiFi. Schreibt Niklas gerade mal keinen Artikel, dann macht er wahrscheinlich Fotos des neusten Audio-Gears.

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